Balkonkraftwerk

Die steigende Nachfrage nach Balkonkraftwerken, auch als Steckersolargeräte bekannt, wird durch die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur Vereinfachung der Rechtslage weiter angeheizt. Doch was sollten Haushalte beim Erwerb und der Installation eines Balkonkraftwerks beachten? Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen:

1. Für wen eignet sich ein Balkonkraftwerk ?

Aus Sicht der Verbraucherzentrale sind drei Voraussetzungen zu beachten:

  • Der Installationsort sollte unverschattet sein.
  • Das Gerät muss sicher befestigt werden können.
  • Eine Steckdose im Außenbereich für die Einspeisung muss vorhanden sein.

Hintergrund: Mieter benötigen derzeit noch die Zustimmung des Eigentümers, was sich laut Bundesregierung ändern soll.

2. Wo und wie kann man ein Balkonkraftwerk erwerben?

Steckersolaranlagen sind im Photovoltaik-Fachhandel, beim Solar-Installateur, im Onlinehandel sowie in Baumärkten und Discountern erhältlich. Experten raten bei Discountern zum genauen Blick auf das Befestigungsmaterial.

Hintergrund: Die Preise variieren je nach Leistung und Ausstattung, wobei seit Januar 2023 die Umsatzsteuer entfällt.

3. Was sind die Kosten für ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk mit 200 bis 40 Watt kostete bislang in der Regel zwischen 350 und 600 Euro. Bei zwei Modulen stieg der Preis auf bis zu 1.000 Euro. Seit Anfang 2023 entfällt die Umsatzsteuer für diese Produkte. Zusammen mit der guten Verfügbarkeit am Markt hat dies zu stark sinkenden Preisen für Balkonkraftwerke geführt. Zum Zeitpunkt unserer Recherche sind Ballkonkraftwerke mit 600 Watt ab 300 € zu haben.

Hintergrund: Immer mehr Kommunen, Landkreise und Verbände bezuschussen Steckersolargeräte unter bestimmten Auflagen.

5. Wie erfolgt die Installation und Anmeldung?

Die mechanische Anbringung eines Balkonkraftwerks ist einfach, aber der elektrische Teil erfordert sorgfältige Planung. Nach dem Kauf sind Anmeldungen beim lokalen Stromnetzbetreiber und im Marktstammregister bei der Bundesnetzagentur notwendig.

Hintergrund: Die Registrierung bei der Bundesnetzagentur soll in Zukunft einfacher werden.

6. Praktischer Nutzen und Wirtschaftlichkeit

Ein Balkonkraftwerk ermöglicht es, einen Teil des eigenen Strombedarfs direkt und unkompliziert mit Photovoltaik zu decken. Laut Verbraucherzentrale NRW liefert ein Gerät mit 400 Watt Leistung rund 280 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Hintergrund: Der Verbraucherverein sieht ein Sparpotenzial von etwa 85 Euro pro Jahr bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde.

7. Was ändert sich 2024 bei Balkonkraftwerken?

Ab dem 01.01.2024 wird die Grenze auf 800 Watt angehoben, um der steigenden Effizienz und Leistungsfähigkeit der Solartechnologie gerecht zu werden.

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