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Soundbar Kaufberatung

Wer guten TV-Sound im Wohnzimmer genießen möchte, muss sich heute nicht mehr den Raum mit mehreren sperrigen Lautsprechern vollstellen. Eine Soundbar, gelegentlich auch als Soundleiste bezeichnet, lässt sich elegant unauffällig vor oder unter dem Fernseher platzieren. Beim Kauf sollte man allerdings einige Punkte beachten. In unserem Ratgeber verraten wir ihnen, was die Kaufkriterien sind und worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

 

Was ist eine Soundbar ?

Zu Zeiten der alten Röhrenfernseher hatten neben der Bildröhre auch etwas voluminösere Lautsprecher im Fernseher Platz. Heute freuen wie uns zwar über immer flachere Fernseher und tolle Bilder mit OLED und QLED. Aber in einem sehr flachen Fernseher ist einfach nicht aureichend Platz um gut klingende Lausprecher unterzubringen.

Genau dieses Problem wird durch eine Soundbar gelöst.

Eine Soundbar ist ein flacher, schlanker Lautsprecher der vor oder unter dem Fernseher platziert wird und den Ton vom Fernseher ausgibt. Auch eine Wandmontage der ist bei vielen Modellen problemlos möglich. Und der Vorteil: In der Regel ist der Ton viel, viel besser als der Ton der im Fernseher integrierten Standardlautsprecher.

Soundbar über HDMI verbinden

Auch wenn heute bereits fast alles Kabellos per Bluetooth und WLAN geht, sollte die Standardverbindung verkabelt erfolgen um den bestmöglichen Klang zu erhalten.

Eine Soundbar lässt sich üblicherweise per HDMI mit den Fernseher verbinden. Aktueller Standard ist hier die HDMI Version 2.1. Mit diesem neueren Standard steht mehr Bandbreite für die Übertragung von Tonsignalen zur Verfügung. Damit werden neben Dolby Digital Plus,TrueHDdts-HD, Dolby Atmos und Auro 3D auch HDR-Bildformate unterstützt.

Über den bereits ab HDMI 1.4 integrierten Standard ARC wird dabei das Tonsignal angeschlossener Signalquellen, wie etwa einem Blu-ray-Player, über den Fernseher an die Soundbar weitergereicht. Eine Weiterentwicklung von ARC ist eARC, das ebenfalls ab HDMI 2.1 verfügbar ist.

Wünschenswert für den Bedienkomfort ist es, dass die Leiste über HDMI auch das sogenannte CEC unterstützt. Dadurch können sie die Soundbar über die Fernbedienung ihres Fernsehers steuern.

Soundbar über S/PDIF verbinden

Alternativ zu HDMI können sie die Verbindung auch über die optische S/PDIF-Schnittstelle herstellen. Die optische Übertragung verspricht dabei ähnlich wie HDMI eine störungsfrei Übertragung ohne Brummschleifen, wie sie früher bei analogen Verkabelungen vorkamen.

Allerdings ist bei optischem S/PDIF die Bandbreite nicht mehr ganz zeitgemäß. Mehrkanalton nach Standard Dolby Digital 5.1 kann hierüber nur komprimiert übertragen werden. Neuere Übertragungsprotokolle wie die objektbasierten Formate Dolby Atmos, DTS:X oder Auro-3D lassen sich über den optischen Anschluss nicht übertragen.

Soundbar Anschlüsse

 

Welche Tonformate sollte eine moderne Soundbar unterstützen ?

Es gibt einen ganzen Zoo von Tonformaten der verschiedenen Hersteller. Nichtsdestotrotz werden auch auch heute noch die meisten Filme und Programme in klassischem Stereo übertragen. Das beherrscht so gut wir jede Soundleiste.

Gerade Hollywood Blockbuster profitieren natürlich von einer möglichst räumlich tönenden Tonkulisse und werden darum häufig auch mit Mehrkananal- und beziehungsweise Surroundton angeboten. In diesen Bereich ist der Standard Dolby 5.1 gerade bei den üblichen Streaming-Diensten weit verbreitet.

Virtual Surround

Die Zahl 5.1. steht eigentlich für ein über den Raum verteiltes Setup von fünf Lautsprechern und einem Subwoofer. Um auch mit einer Soundbar einen ähnlich räumlichen Klangeindruck zu erzeugen wurde Virtual Surround entwickelt. Dabei werden von der Soundbar Schallwellen an die Zimmerwände und Decke projiziert und von dort an den Zuschauer reflektiert.

Neuere Formate wie zum Beispiel Dolby Atmos bieten mehr Bandbreite und noch mehr Tonkanäle. So sollen etwa Tonquellen von oberhalb und unterhalb der der durch die klassischen Känäle aufgespannten Raumebene aufgelöst werden.

Welche Leistung passt fürs Wohnzimmer ?

Für ein optimales Klangerlebnis sollte die Leistung der Soundbar zu den räumlichen Gegebenheiten passend gewählt werden. Hier werben Hersteller oft mit auf den ersten Blick beeindruckenden Wattzahlen Spitzenleistung.

Wichtiger für den Höreindruck ist aber die Angabe in Watt RMS. Für ein durchschnittlich hohes Wohnzimmer mit einer Wohnfläche von 20 -25 m^2 ist eine Soundbar mit einer Leistung von 150 -200 Watt RMS angemessen dimensioniert.

Soundbar mit oder ohne externen Subwoofer

Bei Soundbars gibt es zwei unterschiedliche Bauarten: Zum einen Modelle mit integriertem Tieftöner und zum anderen Modelle mit externem Subwoofer. Natürlich ist ein integrierter Tieftöner die platzsparende Lösung. Aber wenn sie die Tiefen den Frequenzkellers voll ausloten möchten, kann ein externer Subwoofer weitere Klangvorteile bringen. Achten sie beim Kauf eines Modell mit externem Subwoofer unbedingt darauf, das das Audiokabel zum Subwoofer lang genug für ihren Aufstellungsort ist. Oder entscheiden sie sich für ein Gerät mit per Funk drahtlos verbundenem Subwoofer.

Bei der Wahl des Aufstellungsortes für den Subwoofer können sie sich übrigens eine Eigenart der menschlichen Sinnesphysiologie zu Nutze machen: Sehr tiefe Frequenzen können wir zwar hören, aber nicht orten. Das heißt, es spielt für ihr Klangerlebnis im Wohnzimmer fast keine Rolle, wo genau sie den Subwoofer hinstellen. Beachten sie allerdings einschränkend, dass es je Aufstellungsort zu ungewollten Schallwellenresonanzen kommen kann.

Die Denon DHT-S716H ist eine Highend Tonleiste mit Subwoofer.

 

Drahtlose Konnektivität

Eine zeitgemäße Soundbar sollte auf jeden Fall eine drahtlose Verbindung via Bluetooth unterstützen. Damit kann beispielsweise auch Ton vom Smartphone an die Soundbar übertragen werden. Im Apple-Kosmos ist DLNA/Airplay verbreitet und wird ebenfalls von den meisten Soundbars unterstützt.

Mehr und mehr Hersteller verbauen in höherpreisigen Tonleisten auch WIFI. Damit ist eine besonders stabile drahtlose Verbindung und eine Einbindung in ein Multiroom-Setup möglich.

Die Beosound Stage von Bang & Olufsen bietet Dolby Atmos und Wifi.

Fazit: Soundbar kaufen

– Darauf kommt es an

Lassen sie sich nicht von Marketingkauderwelsch beeindrucken: Das wichtigste Merkmal einer guten Soundbar sind gute verbaute Lautsprecher. Der Anschluss an den Fernseher sollte im Idealfall per HDMI möglich sein. Achten sie je nach Budget darauf, dass moderne Soundformate wie Dolby Atmos unterstützt werden. Drahtlose Verbindungsoptionen, wie vor allem Bluetooth, erweitern die Nutzungsszenarien.

 

Von web305_2

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