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Frau Kopfhörer

Over-Ear Kopfhörer sind unterwegs nicht ganz so praktisch wie Earbuds. Aber wenn es um sehr wirklich guten Klang und bessere Akkulaufzeiten geht, führt an den klassischen Hörbügeln auch heute noch kein Weg vorbei.

Fast jeder hat heute ein paar Earbuds, auch bekannt als In-Ears in der Jackentasche. Am bekanntesten sind sicher die Airpods von Apple. Aber so praktisch und transportabel die kleinen Dinger auch sind, reichen sie doch nie an ausgewachsene Over-Ear Kopfhörer heran. Bei Over-Ears ist schlicht genug Platz um große Lautprecher (Treiber) zu verbauen, die eine Menge Luft bewegen können. Und genau das ist letztlich der Schlüssel zu wirklich vollem Sound.

Aber auch unter Over-Ear Kopfhörern gibt es bessere und schlechtere. In unserer großen Over-Ear Kaufberatung verraten wir ihnen, wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen liegen und worauf es beim Kauf ankommt.

Offen, geschlossen, halboffen

Fangen wir mit einer schon von außen sichtbaren Unterscheidung an: Over-Ears sind in den drei alternativen Bauformen von ganz offen bis ganz geschlossen erhältlich.

Offene Kopfhörer bieten eine besonders transparente und detaillierte Klangdarstellung. Resonanzen und Schallreflexionen werden hier gegenüber geschlossenen Bauformen minimiert.

Nicht umsonst kommen in Tonstudios und in anderen professionellen Settings häufig Kopfhörer mit offener Bauform zu Einsatz.

Wenn sie sich so ein Modell einmal ansehen möchten, wäre zum Beispiel der ASY-1039 von Audeze einen Blick wert.

Die ASY-1039 sind offene Kopfhörer für Profis und echte Hifi-Enthusiasten. Der Klang ist auf Präzision ausgelegt, der Preis durchaus gesalzen. Wer das Geld locker sitzen hat, macht mit diesen Kopfhörern alles richtig. Wir anderen dürfen träumen.

Auf der anderen Seite bedeutet eine offene Bauform eine gegenüber geschlossenen Kopfhörern weniger gute Abschirmung von Umgebungsgeräuschen. Und natürlich dringt die eigene Musik bei offenen Kopfhörern vergleichsweise ungedämpft in die Umwelt und kann beispielsweise auf Reisen für Mitreisende zur Belastung werden. Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) sind fast ausnahmslos geschlossen ausgeführt. Dies können Argumente sein, einen Kopfhörer mit geschlossener Bauform zu wählen.

Zum Beispiel den sehr guten PX7 des britischen Hifi-Spezialisten Bowers&Wilkins.

Die PX7 sind das Nachfolgemodell des von der Fachpresse und Hörern hochgelobten Modell PX. Der Bass fällt im Vergleich zu den PX noch etwas betonter aus.

Halboffene Kopfhörer wie der bekannte Beyerdynamic DT 880 PRO sind der Versuch das beste aus beiden Bauformen zu kombinieren

Klassich kabelgebunden, halboffen und mit einem Klang, der zum vertretbaren Preis fast Studioqualität erreicht präsentieren sich die DT880 PRO von Beyerdynamic

Das richtige Material für Over-Ear Kopfhörer

Die Auswahl des richtigen Materials hat nicht unwesentlichen Einfluss auf die Qualitätsanmutung und das haptische Nutzungserlebnis.

Die Erfahrung zeigt, dass man sich man sich vor dem Kauf über das für den Überzug der Kopfhörermuscheln Material informieren sollte. Die Auswahl besteht hier zwischen verschiedenen Stoffbezügen, Kunstleder und Echtleder.

Stoffbespannungen bieten allgemein guten Tragekomfort und gute Wärmeableitung. Letzteres ist insbesondere für Menschen wichtig, die dazu neigen an den Ohren zu schwitzen wichtig.

Kunstleder ist nicht ganz so weich wie Stoff, aber dafür deutlich robuster und langlebiger. Da viele Kunden ein veganes Produkt ohne Leder wünschen, hat sich Kunstleder in den letzten Jahren als das am meisten verwendete Material etabliert. Ein beliebtes Modell ist hier WH1000XM von Sony. Natürlich ist dieses Material für die Hersteller auch einfach deutlich billiger zu verarbeiten.

Echtleder übertrifft sowohl Stoff als auch Echtleder in praktisch alles Belangen. Es ist äusserst langlebig und dabei besonders angenehm zu tragen. Wärme und Feuchtigkeit werden hervorragend abgeleitet. Ein rundum empfehlenswerter Kopfhörer mit Echtleder ist dercschon erwähnte PX von Bowers und Wilkins.

Over-Ear Kopfhörer Bowers Wilkins PX
Bowers & Wilkins PX Kopfhörer

Hervorragende Verarbeitung, hervorragender Klang. Und Ohrploster aus echtem Leder. Der Bowers & Wilkins PX ist unser persönlicher Favorit unter allen hier besprochenen Kopfhörern.

Kopfhörer mit Bluetooth

Neben klassisch kabelgebundenen Kopfhörern bieten die Hersteller eine stetige wachsende Palette von Bluetoth Modellen. Aktuelle Bluetooth Kopfhörer unterstützen fast ausnahmslos den Standard Bluetooth 4.0. Damit lässt sich der Kopfhörer kinderleicht drahtlos mit vielen Smartphones oder auch einem geeigneten Fernseher verbinden. Die Reichweite beträgt erfahrungsgemäß etwa 20 m, kann bei verwinkelten Zimmern oder dicken Wänden aber auch deutlich darunter liegen. Anders als bei älteren Funkstandards (2,4 GHz), ist bei Bluetooth kaum mit Interferenzen zu rechnen. Unterschiede gibt es bei der über Bluetooth verfügbaren Datenrate und eng damit verbunden bei den unterstützten Audio-Codes. Wünschenswert ist hier vor allem der Standard aptX der mittlerweile in einigen Varianten von low-latency bis HD verfügbar ist.

ANC für ein ungestörtes Hörerlebnis

ANC (Active Noise Cancelling) ist eine Technologie mit der Musikhörer beim Tragen der Kopfhörer von Umgebungsgeräuschen abgeschirmt werden soll. Dazu werden die aktuellen Umgebungsgeräusche mit einem im Kopfhörer integrierten Mikrofon aufgenommen und durch einen dezidierten Chip analysiert. Im Anschluss strahlt der Kopfhörer seinerseits Schallwellen aus, welche die eingehende Umgebungsgeräusche nach dem Anti-Schall-Prinzip neutralisieren. Marktführer und Innovator war lange Zeit die Firma Bose, deren aktueller ANC Kopfhörer Bose 700 nach wie vor eine der besten Geräuschunterdrückungen besitzt. Auch Sony mit dem WH1000XM4, Apple mit den Airpods Max bieten ausgereifte Geräuschunterdrückung.

Beim Thema Active-Noise-Cancelling ist Bose die Referenz. Beim aktuellen Bose 700 sind selbständlich auch Smart-Funktionen wir Amazon Alexa integriert.

Over Ears mit tollen Akkulaufzeiten

Die Akkulaufzeit ist bei Over-Ear Kopfhörern in Regel ein Grund zur Freude. Bis 25 bis zu 40 Stunden sind je nach Modell durchaus realistisch. Unter anderem das Modell Sony WH1000XM4 wird für lange Akkulaufzeit gelobt.

Lange Akkulaufzeiten und ein cleverer Faltmechanismus gehören zu den vielen Stärken des Sony WH-1000XM4

Persönliche Erfahrungen mit dem Bowers & Wilkins PX

Von web305_2

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